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Ciguatoxin-Vergiftung

02.04.2014

Mitte vergangenen Jahres wurden diverse Fälle von Ciguatoxin-Vergiftungen bekannt. Ursache sind Dinoflagellaten, die diesen Giftstoff in sich tragen. In der marinen Nahrungskette werden die Toxine angereichert und in der Folge durch den Verzehr von Speisefischen für den Menschen giftig. Ciguatoxine sind farblose Öle, sie sind chemisch relativ beständig. So werden sie beispielsweise beim Zubereiten von Speisen durch Kochen nicht zerstört.

Sonnenschutz im Korallenriff

Australische Wissenschaftler haben bei Steinkorallen im Great Barrier-Riff einen Filter entdeckt, der sie vor den UV-Strahlen der Sonne schützt. Experten gelang es nun diesen Filter nachzuahmen, so dass er auch für Sonnencremes eingesetzt werden und für den Menschen wirksam sein kann. Bis zur Marktreife entsprechender Produkte wird es aber noch einige Jahre dauern.

Vom Aussterben bedroht

Neuen Forschungsberichten zufolge ist der einst recht häufige Schlammpeitzger in heimischen Gewässern vom Aussterben bedroht. Er bevorzugt verschlammte Gewässer, wobei dieser Fisch nicht besonders viel Sauerstoff über die Kiemen aufnimmt. Er kompensiert dies durch Haut- und Darmatmung. Ursprünglich war diese Fischart im ausgedenhnten Auensystem im Raum Karlsruhe beheimatet. Begradigte und ausgebaggerte Flussläufe haben sie ihrer Lebensgrundlage beraubt. So ist es wichtig einen Mittelweg zu finden, um einerseits die Flussläufe vor dem Verlanden zu bewahren (Ausbaggern) und andererseits den Lebensraum des Schlammpeitzgers zu bewahren.

Neozoen

01.04.2014

Immer mehr nicht ursprünglich ansässige Tierarten, so genannete Neozoen, finden ihre Heimat im Bodensee.Welche Auswirkungen das auf das Ökosystem Bodensee haben wird bleibt abzuwarten.

Tiefsee Taucher

Schnabelwale sind Forschern zu Folge die Rekordhalter im Tief Tauchen. Sie erreichten knapp 3000 Meter und blieben fast drei Stunden unter Wasser - eine erstaunliche Leistung.

Saubermachen am Meeresboden

15.01.2013

Zu jedem Sonnenaufgang wird der Meeresboden von den Kieselalgen "Nitzschia cf pellucida" radikal somit todbringend gesäubert.Es handelt sich um nur wenige Mikrometer große Algen, die sich und alles um sie herum mit einem hochtoxischen Gift, Bromcyan, umgeben. Die Algen können so besser gedeihen und halten Konkurrenten von sich fern. Das besondere für die Wissenschaft: bisher war nicht bekannt, dass dieses Gift in der belebten Natur überhaupt vorkommt. So wissen die Forscher bisher noch nicht, warum Bromcyan den Kieselalgen nichts anhaben kann.

Schadet Klimaerwärmung den Seen?

09.01.2013

Dass sich die Klimaerwärmung auf die Natur auswirkt ist bekannt. Doch Forscher der Universität Zürich haben am Beispiel des Zürichsees aufgedeckt, dass sich insbesondere dieser See im Winter zu wenig zurchmischt. Dies führt dazu, dass die Burgunderblutalge, eine Art fädiger Cyanobakterien, immer besser wächst. Dies hängt mit der gleichzeitigen Veränderung der Nährstoffverhältnisse der Wassertemperatur durch die Klimaerwärmung zusammen. Das Problem: Absterbende Algenblüten verbrauchen viel Sauerstoff. Der zu geringe Sauerstoffgahlt im See wirkt sich negativ auf den Fischbesatzt und die Trinkwasserversorgung aus.

Das lange Leben der Schwertwale

20.09.2012

Die Studie eines internationalen Forscherteams an Schwertwalweibchen hat gezeigt, dass sie sich insbesondere um das Wohlergehen ihrer Söhne kümmern. Schwertwale gehören zu den wenigen Arten, deren Weibchen weit über das gebärfähige Alter hinaus leben und sich um ihren Nachwuchs kümmern. Im Falle der weiblichen Schwertwale: Sie sind bis zu einem Alter von 30 bis 40 Jahren fruchtbar, werden aber bis zu 90 Jahre alt. Den Forschern zufolge ist der Sinn dieser langen Lebensspanne, dass das eigene Erbgut gesichert wird, indem sich die Weibchen gezielt um ihre männlichen Nachkommen kümmern. So unterstützen sie sie bei der Nahrungssuche oder im Kampf gegen Rivalen. Ähnlich wie beim Menschen, wo sich die Mütter um ihre Kinder und Enkelkinder kümmern. Die Forscher stellten fest: Stirbt das Muttertier eines männlichen Wales, der älter als 30 Jahre alt ist, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass er selbst im darauffolgenden stribt 14mal höher als würde sie noch leben. Bei weiblichen Nachkommen liegt diese Wahrscheinlichkeit nur drei Mal höher.

Schneckenmänner als Mütter

31.08.2012

Zwei amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Meeresschnecken Solenosteira macrospira zu den wenigen Tieren gehören, bei denen die Männchen für den Nachwuchs verantwortlich sind. Zunächst legt das Weibchen seine Eier auf dem Rücken des Männchens ab, dieses trägt die Eier fortan mit sich herum und kümmert sich schließlich um den Nachwuchs. Pikanterweise sind nicht alle Eier von dem Männchen befruchtet, das sie trägt, sondern von bis zu 25 Rivalen. Die Betreuung des Nachwuchses ist anstrengend, denn das Männchen muss Ebbe und Flut beachten, damit die Eier immer feucht bleiben und nicht austrocknen. Nach etwa einem Monat schlüpfen die Jungen - doch nicht alle überleben, denn die Kleinen sind Kannibalen, die sich gegenseitig fressen. Die Frage, die sich den Wissenschftlern nun stellt ist, warum die Schneckenmännchen die ganzen Strapazen aufsichnehmen. Die Antwort ist noch offen.

Eisverslust der Antarktis - Urachenforschung

24.05.2012

Die Hauptursache für den antaktischen Eisverlust ist warmes Wasser, das unter das Schelfeis dringt, so ein internationales Forscherteam. Dieses warme Wasser bewirkt, dass die Fließgeschwindigkeit der Gletscher nicht mehr so stark abgebremst wird wie früher. Die Folge: Zunehmend mehr Eis gelangt ins Wasser und führt zu einem Anstieg des Meeresspiegels. Die Forscher untersuchten mit Hilfe eines speziellen Satelliten der NASA die Schelfeisdicke und entwickelten Computermodelle zum Klima der Antarktis und untersuchten die Meeresströmungen entlang der Küsten. Es zeigte sich, dass vor allem die Westküsten betroffen sind. Dort wird das Eis immer dünner und die Fließgeschwindigkeit der Gletscher nimmt zu. Diese Ergebnisse helfen nun eine genauere Vorhersage zu treffen, wie sich die Eisschmelze in Zukunft entwickeln wird, so die Forscher.

Phantastisches Zusammenspiel

16.01.2012

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Fische sich getarnt mit anderen Unterwasserlebewesen fortbewegen. Trompetenfische zum Beispiel schwimmen im Schatten von Zackenbarschen, Feilenfischen oder Papageifischen, um sich unbemerkt ihrer Beute zu nähern, sie zu überfallen und zu fressen. Nun haben Forscher beobachtet, wie ein kleiner tropischer Fisch, der Harlekin Kieferfisch (Stalix histrio), gut getarnt zwischen den Armen eines Kraken, Mimic Krake (Thaumoctopus mimicus) schwimmt. Es handelt sich also um ein Imitat der Imitation. Der Krake imitiert eine giftige Seeschlange, der Kieferfisch imitiert den Kraken. Die wird auch als Mimikry bezeichnet. Auf diese Weise schützen sich beide vor Fressfeinden und können sich gefahrlos fortbewegen.

Laufende Fische

18.12.2011

Man sollte annehmen, dass sich unter Wasser lebende Tiere, insbesondere Fische ausschließlich schwimmend fortbewegen. Anhand von Videoaufnahmen konnte nun für die Lungenfische belegt werden, dass sie mit Hilfe ihrer Flossen unter Wasser tatsächlich laufen. Die detaillierte Analyse der Fortbewegung des Afrikanischen Lungenfischs (Protopterus annectens) offenbarte: Die Tiere nutzen die hinteren Flossen, um ihren Körper vom Grund zu heben und sich dann vorwärts zu bewegen. Sie setzen dabei tatsächlich einen Fuß vor den anderen. Es gibt aber auch zum Besipiel Anglerfischarten, die auf dem Meeresgrund laufen und selbt verschiedene Krakenarten können auf zwei Beinen, d.h. Armen laufen. Sie tun dies allerdings, um sich vor Fressfeinen zu tarnen.

 

Warmes Wasser strengt mehr an

28.10.2011

Wer hätte gedacht, dass Fische in warmem Wasser mehr Energie zum Schwimmen benötigen als in kaltem Wasser. Forscher der Universität von Florida, USA, haben festgestellt, dass Fische bis zu 12 % mehr Energie zur Fortbewegung benötigen bei einer Wassertemperatur, die zwei bis vier Grad über der momentanen Wassertemperatur liegt. Dies liegt nach den Erkenntnissen der Forscher im erhöhten Ernegiebedarf für grundlegende Körperfunktionen der Fische beim Schwimmen. Die Forscher konnen nun weiter belegen, dass sich diese Tatsache nicht nur auf eine bestimmte Fischart bezieht, sondern artübergreifend ist. Derzeit geht man davon aus, dass die durchschnittlichen Wassertemperaturen auf der Erde im Rahmen sdes Klimawandels bis zum Ende dieses Jahrhunderts um zwei bis vier Grad steigen. Mit entsprechenden Modellrechnungen könnte man nun eine Einschätzung abgeben, wie Fische vorraussichtlich mit den steigenden Temperaturen im Hinblick auf den Energiebdarf bei der Nahrungssuche und Wanderungen zurecht kommen werden.

Treffen der Wale

24.09.2011

Der Klimawandel ermöglicht das Treffen von Grönlandwalen aus dem Atlantik und dem Pazifik in der Nordwestpassage. War sie vor Jahrzehnten noch völlig unpassierbar, so ist es durch das Abschmelzen des Eises bedingt durch den Klimawandel möglich, sie zu druchqueren. Wissenschaftler des Greenland Institutes of Natural Resources hatten seit 2001 immer wieder Wale mit Peilsendern versehen, um ihre Wanderwege durch die Ozeane nachvollziehen zu können. Zu dieser Zeit war die Nordwestpassage unüberwindlich. Erst 2010 beobachteten die Forscher zwei Tiere aus unterschiedlichen Populationen, die sich zwischen BaffinBay und Beaufort Sea aufhielten. Die Annahme, das sich Weibchen und Männchen aus verschiedenen Populationen gepaart haben, belegt die nahezu identische DNA der beiden Gruppen. Interessant ist, dass anhand von Skelettfunden nachgewiesen wurde, dass schon vor etwa 10000 Jahren Grönlandwale die Nordwestpassage benutzten.

Klimaveränderungen wirken sich auf das Hörvermögen von Fischen aus

10.06.2011

Kohlendioxid als Treibhausgas ist nicht nur in der Atmosphäre vorhanden, sondern auch im Meerwasser gelöst. Untersuchungen eines Forscherteams der Universität von Bristol, England, haben gezeigt, dass sich der zunehmende Anteil an gelöstem Kohlendioxid im Meerwasser das Wasser nicht nur saurer macht sondern auch Einfluss nimmt auf die Hörfähigkeit von Fischen. Offensichtlich schädigen niedrige ph-Werte die Entwicklung des Sinnessystems der Fische im Allgemeinen. Denn Fische sind weder taub noch stumm. Sie kommunizieren über Grunzlaute, Knackgeräusche, Knurren und mehr. Fische nutzen Laute zum Beispiel dazu ihr Revier zu verteidigen, Partner anzulocken oder eben Feinde zu erkennen.

Die Forscher hatten für ihre Untersuchungen eine Gruppe Clownfisch-Babys - im Hinblick auf den Kohlendioxidanteil im Meerwasser - unter heutigen Bedingungen aufgezogen. Eine weitere Gruppe unter Bedingungen, wie sie 2050 und 2100 herrschen würden. Das heißt sie hatten dem Meerwasser nach Berechnungen für diese Zeit entsprechend viel Kohlendioxid zugegeben. Dann beschallten sie die Fische mit den typischen Geräuschen eines Korallenriffes, das mit Raubfischen besiedelt ist. Das Ergebnis: Die unter heutigen Bedingungen aufgezogenen Fische flohen, während die andere Gruppe diese Reaktion nicht zeigte. Über die Anpasungsfähigkeit der Fische über einen Zeitraum von 40 bis 90 Jahren sei allerdings nichts bekannt.